Patrick Luginbühl

Bei Galifa versuchen alle, Grosses zu leisten. Er ragt als Verantwortlicher für Technik/Produktion und als Mitinhaber/Geschäftspartner speziell heraus - allein schon wegen seinem Gardemass von 202,7 cm. Aber längst nicht nur deswegen.

Baggerführer wollte er werden. Dann Tiefseetaucher. Weil ihn die Taucherglocken in Kinderbüchern so faszinierten. Patrick Luginbühl funktioniert nach dem Ausschlussverfahren. "Ich wusste nicht, was ich machen will. Aber ich wusste genau, was ich nicht machen will." Schliesslich entschied er sich gegen die Lehre als Koch. Und für die Lehr als Optiker. Ausschlaggebend war, "dass ich lieber esse als koche".

Am Optikerberuf reizt ihn das Technische. Es reizt ihn auch sonst. Schon als Jugendlicher - als er seinen ersten Computer kaufte. Einen ZX81. Als Bausatz. Für 790 DM.Was dem Dreifachen seines Lehrlingslohnes entsprach. Das in zwei Wochen selbst zusammen gelötete Gerät hatte einen Arbeitsspeicher von 1 KB. Davon beanspruchte der Bildschirm 768 Bites. Die interne Verwaltung weitere 100 Bites. Blieb zum Programmieren genau - eine Zeile. Und dennoch: "Mit 100 Bites konnte ich eine "Mondlandung" simulieren."

Später schrieb der Daniel Düsentrieb in Patrick Luginbühl für Galifa ein Anpassprogramm. Dann zunehmend Steuerungs-Software. Aus gutem Grund: "Wenn du Linsen auf dem Auge berechnen kannst, dann kannst du auch berechnen, wie man sie macht." Womit einige Jahre später aus dem Freelancer-Programmierer der Mitinhaber der Galifa Contactlinsen AG wurde.

Patrick Luginbühl liebt Herausforderungen - besonders die längeren, härteren. 100 Stunden Arbeit pro Woche. 162 km im Laufschritt während 24 Stunden. Ein Marathon-Mann - der liebend gerne auch in die Küche rennt. Sein Lieblingsessen ist Ratatouille, sagt er. Und: "Im Kochakt liegt das Geheimnis - weniger im Ergebnis."

Vielleicht kocht er also doch lieber als er isst.